Datengestützt den Vertrieb verbessern: Das Beispiel der Hoogvliet-Supermärkte in den Niederlanden
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Dank einer Prognoseplattform auf Grundlage von SAP HANA und SAP IQ optimiert die niederländische Supermarktkette Hoogvliet täglich mehr als 700.000 Nachfrageprognosen. Eine technische Meisterleistung, für die Axians Niederlande verantwortlich zeichnet.

Die Margen des Einzelhandels liegen oft nur im Centbereich. Deshalb kommt es entscheidend auf ein präzises Lagerbestands- und Preismanagement an. In den Niederlanden ist die Supermarktkette Hoogvliet ein perfektes Beispiel dafür, wie eine fortschrittliche Datenanalyse die Verkaufszahlen beflügeln kann.
Mit technischer Unterstützung von Axians in den Niederlanden und durch die Integration von SAP-Plattformen konnte die Kette ihre Absatzprognosen optimieren, ihre Preisführerschaft sichern und ihre betriebliche Effizienz verbessern.
Niedrige Preise, ausreichende Lagerbestände
Angesichts von über 10.000 Lagermengeneinheiten (SKUs) in 70 Lagern hatte Hoogvliet mit einem riesigen Problem zu kämpfen: Die Niedrigpreisgarantie einhalten und gleichzeitig weder zu wenig noch zu viel Ware ordern.
„Der Kunde wollte ein agileres Lagerbestandsmanagement, so dass die Fachbereiche effizienter und besser ihre Arbeit machen können“, erläutert Leonard Jelsma, Business Development Manager bei Axians in den Niederlanden. Dieses Unternehmen wurde mit der Problemlösung beauftragt.
Eine Gleichung mit mehreren Unbekannten – zumal die Nachfrage je nach Jahreszeit, Verkaufsstelle oder auch externen Faktoren wie Wetter oder Feiertage schwankt.
Kombinierte Performance von SAP HANA und SAP IQ
Die Antwort von Axians bestand in der Implementierung einer von SAP HANA und SAP IQ gespeisten Prognoseplattform. Sie kann pro Tag über 700.000 Prognosen verarbeiten.
„Ein Modell mit den passenden Algorithmen und Variablen, das besser als menschliche Logik und Intuition funktioniert.”
„Wir nutzen die Rechenpower von SAP HANA. Die zugrundeliegenden Daten (Lagerbestände in den Logistikzentren, eingehende Lieferungen, Absatzzahlen in den Supermärkten) werden in einem SAP IQ-Warehouse gespeichert“, erläutert Jelsma.
Die Kombination aus der Analysefähigkeit von SAP HANA und der Stabilität von SAP IQ produziert Vorhersagen in einer Qualität, an die auch erfahrene Mitarbeiter:innen nicht herankommen. „Die eigentliche Herausforderung war nicht technischer, sondern funktionaler Natur: Wir wollten ein Modell mit den passenden Algorithmen und Variablen entwickeln, das besser als menschliche Logik und Intuition funktioniert“, so der Business Development Manager von Axians.
Schulbuchmäßiger Fall für den Einzelhandel
Dank dieser Architektur konnte Hoogvliet die Lagerbestandsplanung in den Märkten und im automatisierten Warenlager optimieren, die Koordination der Lieferkette verbessern, Betriebskosten und Verschwendung verringern und last but not least die Wettbewerbsfähigkeit in Sachen Preis auf dem niederländischen Markt stärken.
„Die Ergebnisse sprechen für sich: Dank präziser Vorhersagen können wir die Lieferungen an die Ist-Nachfrage anpassen, was Verluste minimiert und die Warenverfügbarkeit im Regal maximiert. Dieser Ansatz sorgt für mehr Kundenzufriedenheit und festigt die Position von Hoogvliet als preiswertester Supermarkt der Niederlande“, meint Jelsma.
Über das Beispiel Hoogvliet hinaus zeigt das Projekt den Wert von Daten im Einzelhandel. Durch die Kombination aus Rechenpower, Datenqualität und ausgeklügelten Prognosemodellen können die Händler ihre Rendite verbessern und gleichzeitig ein besseres Kundenerlebnis bieten.
Jelsma fasst zusammen: „Wir generieren für jeden Markt Vorhersagen über mehrere Tage, artikel- und tagesgenau. Ohne diese präzisen Prognosen wären derart wettbewerbsfähige Preise nur auf Kosten einer geringeren Warenverfügbarkeit möglich.”
16/03/2026