Actemium ist seit 2018 in den Bau des ESS eingebunden, dem zukünftigen internationalen Neutronenforschungszentrum. Mehrere Business Units von VINCI Energies beteiligen sich an der langfristigen strategischen Partnerschaft.

Nordöstlich der schwedischen Stadt Lund entsteht ein internationales Wissenschaftsprojekt: das ESS (European Spallation Source). Nach Fertigstellung verfügt das ultramoderne Zentrum über die stärkste Neutronenquelle der Welt, mit der Materialforschung in einem nie dagewesenen Maßstab möglich wird.
Das ESS nutzt das Prinzip der Spallation, um an 15 hochmodernen Experimentierstationen Materialien mittels Ionendiffusion zu untersuchen. Das bietet neue Perspektiven im Bereich Life Science und Energieerzeugung.
Seit 2018 spielt Actemium eine zentrale Rolle beim Bau dieser einzigartigen Einrichtung. Das 2014 gestartete Projekt soll ab 2028 in den Vollbetrieb gehen. Die Industriemarke von VINCI Energies ist über einen ursprünglich 2018 abgeschlossenen und 2024 um drei Jahre verlängerten Rahmenvertrag, der noch einmal um zwei weitere Jahre verlängert werden kann, in das Projekt eingebunden. Diese langfristige Partnerschaft sichert Kontinuität, Qualität und Vielfalt der vor Ort erbrachten Dienstleistungen.
„Unsere Zusammenarbeit mit dem ESS ist deshalb so einzigartig, weil wir eine breite Servicepalette anbieten können, wobei wir in jedem einzelnen Bereich über hohes technisches Fachwissen verfügen“, erläutert Per Persson, Project Manager bei Actemium Schweden.
Vom Kleinauftrag zur strategischen Partnerschaft
Die Geschichte von Actemium und ESS fängt klein an: 2017 wurden geringfügige Installationsarbeiten für eine ESS-Unterdivision namens PSS durchgeführt (Personensicherheitssysteme). Diese erste Erfahrung hat die Verantwortlichen des ESS sofort überzeugt. „Nach diesem ersten Projekt wurden wir weiterempfohlen. Das beweist, dass man auch Kleinaufträge immer ernst nehmen sollte, denn sie können ungeahnte Türen öffnen“, unterstreicht Persson.
„VINCI Energies umfasst eine Vielzahl von Unternehmen aus unterschiedlichsten Fachbereichen. Man muss nur die richtige Kombination finden, um eine passende Lösung zusammenzustellen.”
Weil der Kunde hochzufrieden war, erhielt Actemium 2018 den ersten von zwei Elektro-Rahmenverträgen. Im Laufe der Jahre kam dann immer mehr hinzu. Heute hält Actemium etwa 75 % aller laufenden Rahmenverträge am Standort.
In den letzten sieben Jahren haben die Mitarbeitenden unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich Anlagenbau, E-MSR, Planung, Sicherheit, Projektmanagement usw. erbracht. Außerdem wurden in der Actemium-eigenen Werkstatt gut hundert Schaltschränke und Schalttafeln gefertigt.
VINCI Energies – ein schlagkräftiges Netzwerk
Jetzt geht die ESS-Baustelle in eine neue Phase. „Vom Rohbau kommen wir nunmehr zu Inbetriebnahme und technischem Support mit qualifizierten Techniker:innen. Damit soll die Zuverlässigkeit der Equipments und ihr Hochfahren gewährleistet werden“, erläutert Persson.
Der Projekterfolg ist auch von einer intelligenten Organisation der Zusammenarbeit abhängig. Actemium Process ist federführend, fünf weitere Unternehmenseinheiten von VINCI Energies sind mit eingebunden, darunter Actemium Schweden, Emil Lundgren und Eitech. Innerhalb der gesamten VINCI-Gruppe waren sogar neun Unternehmenseinheiten beteiligt, einschließlich INAC Process und Elektro Kroon (VINCI Energies) sowie NUVIA (VINCI Construction).
„Wir sind ein eingeschworenes Team, obwohl wir bei unterschiedlichen Gesellschaften arbeiten“, freut sich der Project Manager. „Dass wir alle einheitliche Kleidung tragen und unter dem Banner von Actemium auftreten, stärkt unsere Glaubwürdigkeit und Effizienz gegenüber dem Kunden.“
Für Per Persson zeigt das, was das VINCI Energies-Netzwerk zu leisten imstande ist, wenn es intelligent eingesetzt wird. „VINCI Energies umfasst eine Vielzahl von Unternehmen aus unterschiedlichsten Fachbereichen. Man muss nur die richtige Kombination finden, um eine passende Lösung zusammenzustellen. Genau das haben wir hier getan, und das macht den Unterschied.”
Die Baustelle läuft noch mehrere Jahre, und Actemium konnte sich als strategischer, langfristiger Partner bei einem Wissenschaftsprojekt positionieren, das die Zukunft der europäischen Forschung prägen wird.
16/02/2026