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Während die Kooperation mit dem Team FST Lisboa des Instituto Superior Técnico ins dritte Jahr geht, zieht VINCI Energies in Portugal eine erste, sehr positive Bilanz dieser Patenschaft im Rahmen der Formula Student, einem der größten internationalen studentischen Wettbewerbe für Fahrzeugkonstruktion.

Die Partnerschaft mit dem Team FST Lisboa des Instituto Superior Técnico (IST) besteht bereits seit knapp drei Jahren, und VINCI Energies in Portugal zieht eine sehr positive Bilanz als Sponsor der Formula Student, einem der größten internationalen studentischen Wettbewerbe für Fahrzeugkonstruktion.

Neben der Förderung sportlicher und technischer Höchstleistungen zeigt diese Zusammenarbeit das nachhaltige Engagement von VINCI Energies für die Ausbildung des Ingenieurnachwuchses und die Stärkung der Verbindungen zwischen akademischer Welt und Industrie.

Die Formula Student existiert seit über 40 Jahren und ist viel mehr als ein Autorennen. Es handelt sich um eine Lernplattform, wo Studierendenteams einsitzige Rennwagen konstruieren, weiterentwickeln und gegeneinander antreten lassen – es geht um technische Innovationen, Performance, Design und Wirtschaftlichkeit.

Das Team FST Lisboa kommt aus dem Instituto Superior Técnico, der größten Ingenieurhochschule Portugals. Es tritt in den Kategorien Elektrofahrzeuge (EV) und Autonomes Fahren (DV) an, zwei Bereiche, die gut zu den strategischen Prioritäten von VINCI Energies passen.

„Diese Kategorien stehen in direktem Zusammenhang mit unserem Geschäft und unserer Ambition, die digitale Transformation und die Energiewende zu beschleunigen“, bemerkt Nuno Caldeirinha, kaufmännischer Leiter von VINCI Energies in Portugal.

Ein Experiment, das sich ständig weiterentwickelt

Im Laufe der Jahre hat das Team FST Lisboa kontinuierliche Fortschritte gezeigt, sowohl technisch als auch organisatorisch. Eine Dynamik, die der Manager von VINCI Energies in Portugal genau verfolgt: „FST Lisboa hat sich im Laufe der Jahre beständig weiterentwickelt. Das Team analysiert die gewonnenen Erkenntnisse, erkennt Verbesserungspotential und ist stets bestrebt, die Grenzen des Machbaren weiter zu verschieben. Diese Geisteshaltung ist die eigentliche Triebfeder des Projekts, sowohl in technischer als auch organisatorischer Hinsicht.”

Ein Testfeld für Projektmanagement, Personalführung und interdisziplinäre Arbeit.

Die engen Beziehungen, die in dieser Zeit zwischen VINCI Energies in Portugal und dem Team entstanden sind, spielen hier eine Schlüsselrolle. „Ich bin sehr nahe am Team dran – wie eigentlich bei allen unseren Partnerschaften – und deshalb konnte ich mitverfolgen, wie seine Prozesse perfektioniert wurden: Es findet schneller Lösungen, zieht rascher und agiler Lehren aus Fehlern und hat eine klarere Vision“, fügt Caldeirinha hinzu.

Integrierter Performance-Ansatz

Die Konstruktion eines Formula Student-Einsitzers setzt die Beherrschung und Umsetzung mehrerer Disziplinen voraus: Mechanik, Bordelektronik, Software, Rennstrategie. Für VINCI Energies liegt die Stärke von FST Lisboa eben gerade in der Fähigkeit des Teams, das Projekt ganzheitlich zu überblicken.

„Das Team geht nicht getrennt an die Konstruktion, die Elektronik oder die Mechanik heran, sondern sieht darin ineinandergreifende Elemente, die aufeinander abgestimmt sein müssen, um eine optimale Leistung zu erzielen“, beobachtet Caldeirinha. Dieser integrierte Ansatz spiegelt sich konkret in der Qualität des Prototyps und in den auf den europäischen Rennstrecken erzielten Erfolgen wider.

Neben der Technik ist die Formular Student ein Testfeld für Projektmanagement, Personalführung und interdisziplinäre Arbeit. Alles wesentliche Kompetenzen der Ingenieur:innen von morgen.

„Beim Bau eines Prototyps müssen sich die Studierenden mit komplexen Problemen befassen, Entscheidungen treffen und ihre Arbeit in verschiedenen Bereichen koordinieren“, erklärt der Manager. „Sie entwickeln ihre Führungsqualitäten und sammeln Praxiserfahrung beim Management von Terminen, Unsicherheiten und Projektbeteiligten.”

Mehr als finanzielle Unterstützung

Die Zusammenarbeit mit VINCI Energies trägt auch zu einem professionelleren Austausch bei. „Die Studierenden werden an die Grundsätze der beruflichen Kommunikation und der organisatorischen Dynamik herangeführt. So lernen sie, ihre Ideen klar und effizient in Worte zu fassen“, unterstreicht er außerdem.

Die Regeln verbieten direkte Einflussnahmen der Sponsor:innen auf die Fahrzeugkonstruktion, aber VINCI Energies nimmt ihre Rolle als engagierte Partnerin dennoch voll und ganz wahr. Finanzielle Unterstützung, PR-Begleitung, immersives Kennenlernen der Berufswelt: Die Partnerschaft ist so ganzheitlich wie möglich ausgestaltet.

„Ich sehe uns als Katalysator. Wir stellen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung, damit das Team mehr erreicht, als wenn es auf sich alleine gestellt wäre. Das ist unsere Aufgabe“, fasst Caldeirinha zusammen. „Ein Sponsor ist nicht nur Geldgeber, sondern er muss Präsenz zeigen und sich voll und ganz für die Weiterentwicklung der Studierenden einsetzen.”

Veranschaulicht wurde dieses Engagement durch den Besuch der Studierenden in der Digitalschmiede von VINCI Energies in Frankfurt/Main, einem herausragenden Schaufenster für die Kompetenzen der Gruppe. Oder aber durch die wertvolle Unterstützung von VINCI Energies in Spanien. Diese Partnerschaft stützt sich auf das Managementmodell und die Unternehmenskultur von VINCI Energies und stärkt so die Verbindungen zwischen den Studierenden und den internationalen Teams der Gruppe.

Zahlreiche positive Auswirkungen

Die Partnerschaft hat zahlreiche positive Auswirkungen. „Die Studierenden bekommen mehr Innovationsfreiheit und Lernmöglichkeiten. Die Hochschule wiederum stärkt ihre Reputation und festigt ihre Beziehungen zur Wirtschaft“, erläutert Nuno Caldeirinha.

Für das Unternehmen geht es zudem um strategische Erwägungen. „VINCI Energies kann dadurch enge Beziehungen zu vielversprechenden jungen Talenten aufbauen. Auch wir können von den jungen Leuten lernen: ihre Energie, ihre Kreativität und technische Wissbegierde eröffnen uns neue Perspektiven“, fügt er hinzu.

Langfristige Verbindungen schaffen

Mit dem Team FST Lisboa unterstreicht VINCI Energies, dass die Gruppe langfristige Verbindungen mit renommierten Ingenieurshochschulen aufbauen möchte, denn sie ist davon überzeugt, dass diese Kooperationen von entscheidender Bedeutung für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte sind.

„Solche Partnerschaften bieten Studierenden Einblicke, die sie allein durch den Unterricht nicht hätten. Sie schließen die Kluft zwischen akademischer Lehre und beruflicher Praxis“, unterstreicht Caldeirinha.

Angesichts dieser Dynamik blickt der Manager von VINCI Energies Portugal zuversichtlich in die Zukunft. „Ich bin überzeugt, dass das Team FST Lisboa seinen vielversprechenden Weg fortsetzen und seine Prototypen ständig weiterentwickeln wird. Das sichert Ingenieur- und Managementnachwuchs von Weltklasse.“ Ein Ziel, das VINCI Energies voll und ganz teilt: Für die Gruppe ist die Formula Student mehr als nur ein Wettbewerb – sie stellt vielmehr eine strategische Investition in die Talente und Innovationen von morgen dar.


„VINCI Energies hat eine Schlüsselrolle bei der fachlichen und menschlichen Weiterentwicklung des Teams gespielt.”

Nuno Lynce Silva, heute Business Analyst im Bereich Professional Services in Lissabon, leitete von September 2024 bis August 2025 das FST14-Team. Ein Jahr danach zieht er Bilanz.

Welche fachlichen, organisatorischen oder menschlichen Kompetenzen, die nur ein so intensives Projekt wie Formula Student vermitteln kann, waren für Sie auf Ihrem bisherigen Weg am prägendsten?

N.L.S. Die wichtigste Lehre war für mich, dass es nicht alleine auf den Prototypen ankommt: Das Konstruktionsteam macht den Unterschied. Die Formula Student hat mir beigebracht, wie wichtig Talentförderung ist: die Konzentration auf die Kompetenzen, die Förderung der fachlichen Weiterentwicklung und die Unterstützung der Teammitglieder, um fachlich und in punkto Personalführung dazuzulernen. Das Management eines derart intensiven Projekts hat meine organisatorischen und zwischenmenschlichen Kompetenzen gestärkt, insbesondere in Sachen Motivation, Förderung des Zusammenhalts durch gemeinsame Visionen und Schaffung eines geeigneten Umfelds, damit jede:r die eigenen Talente entfalten kann.

Wie hat die Unterstützung von VINCI Energies die Teamentwicklung beeinflusst, sowohl technisch als auch in Bezug auf die Lernmöglichkeiten in Form von Besuchen und beruflichem Austausch?

N.L.S. Die Förderung durch VINCI Energies hat eine Schlüsselrolle bei der fachlichen und menschlichen Weiterentwicklung des Teams gespielt. Mit dem Geld konnten wir einen leistungsfähigeren Prototypen bauen, und das Vertrauen und Engagement der Gruppe waren eine unerschöpfliche Motivationsquelle für uns. Zu wissen, dass ein marktführendes Unternehmen unsere Arbeit wertschätzt, in unser Potential investiert und uns bei den Wettbewerben unterstützt, hat unser Selbstvertrauen und unseren Ehrgeiz gestärkt. Besuche und der fachliche Austausch boten uns wertvolle Einblicke in die Industrie und haben unser Team zu Spitzenleistungen angespornt,  sowohl technisch als auch menschlich.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Übergang vom FST 14-Prototypen zum aktuellen Projekt, insbesondere bezüglich Innovation, Zuverlässigkeit und die Berücksichtigung von Design, Leistungsfähigkeit und autonomem Fahren?

N.L.S. Der Übergang vom FST 14-Prototypen zum aktuellen Projekt hat zu einer wichtigen Erkenntnis geführt: Performance alleine bringt nichts, wenn die Technik nicht zuverlässig funktioniert. Der Wagen hat zwar hervorragende Leistungen und ein offenkundiges Potential gezeigt, aber eben nicht mit der notwendigen Konstanz. Robustheit und langfristige Vision haben einen hohen Stellenwert, insbesondere wenn es um die Kombination aus Design, Leistungsfähigkeit und autonomen Systemen geht. Diese Erkenntnis hat einen starken Einfluss auf das aktuelle Projekt, und ich bin überzeugt, dass sie für das Team FST 15 einen Wettbewerbsvorteil darstellen wird.


„Dank VINCI Energies können wir fundiertere Entscheidungen treffen.”

Beatriz Tomé hat seit September 2025 die Führung des Teams FST 15 übernommen und berichtet über die Fortschritte des Teams in diesem Jahr.

Wo war der Einfluss der Partnerschaft mit VINCI Energies auf das Team in diesem Jahr am stärksten?

B.T. In einem Jahr, in dem es vor allem um Zuverlässigkeit geht, wo das Auto von Anfang an besser vorbereitet sein muss und der enge Zeitplan eine große Herausforderung für uns darstellt, können wir dank VINCI Energies strategischere und fundiertere Entscheidungen treffen. Mit diesem Partner an unserer Seite machen die Anstrengungen jedes einzelnen Teammitglieds noch mehr Sinn. Unsere Arbeit wird genauestens verfolgt, und das fördert Stringenz, Perfektionismus und Liebe zum Detail. Der Spirit, den uns VINCI Energies bei unseren Besuchen und gemeinsamen Aktivitäten vermittelt, ist eine Inspirationsquelle für uns und spiegelt sich in der starken Teamkultur innerhalb des Unternehmens wider.

Mit welcher Innovation oder Verbesserung des neuen Autos lassen sich die Fortschritte von FST Lisboa am besten veranschaulichen?

B.T. In dieser Saison geht es uns hauptsächlich um mehr Zuverlässigkeit. Wir wollen ein Auto konstruieren, dessen volles Potenzial wir durchgängig nutzen können. Diese Fortschritte sind das Ergebnis zahlreicher Detailverbesserungen, die perfekt in das Gesamtkonzept des Fahrzeugs eingebunden wurden. Die bedeutendste Innovation ist aber die neue Batterie. Bei der Festlegung der Ziele des FST 15 kamen wir zu dem Schluss, dass wir mehr Energie brauchen, wenn wir den Schwerpunkt auf größere Zuverlässigkeit legen wollen. Diese Entscheidung steht auch im Einklang mit unserem Leitbild für die nächsten drei Jahre: Wir möchten kontinuierlich den Antriebsstrang weiterentwickeln.

Warum sind Kooperationen zwischen Unternehmen und studentischen Projekten wie der Formula Student in Ihren Augen heutzutage unerlässlich?

B.T. Sie helfen uns sehr beim Studium: Wir lernen, ein Auto zu konstruieren, Erfahrungsrücklauf zu nutzen, um weiterzukommen, und mit echten Profis zu interagieren. Und vor allem lernen wir, dass es immer jemanden gibt, der mehr Erfahrung hat als wir – und dass uns diese Erfahrung voranbringt. Für ein Team, das seit 25 Jahren existiert, ist die Kooperation mit Unternehmen von wesentlicher Bedeutung – sie stärkt unser internes Know-how und verankert das Prinzip der beruflichen Lehre in einer konkreten Konstruktionsaufgabe. Gleichzeitig tragen diese Kooperationen dazu bei, dass sich die akademische Reputation von Projekten wie der Formula Student verbessert. Das erleichtert die Gewinnung motivierter, begabter Nachwuchskräfte für unser Team, weil Theorie und Praxis näher aneinanderrücken.


16/03/2026