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Die in der Normandie gelegene Stadt Bayeux renoviert das Museum, in dem der berühmte Stickteppich aus dem 11. Jahrhundert ausgestellt ist. Ein Projekt, das technische Exzellenz und die Einhaltung strenger Anforderungen im Bereich Denkmalschutz und CSR voraussetzt. Cegelec Normandie Projets (VINCI Energies Building Solutions) wurde mit einem Teil der technischen Anlagen beauftragt.

©Irina Schmidt- stock.adobe.com

Zwei Jahre lang ist wegen Renovierung geschlossen. Im Herbst 2025 startete das Musée de la Tapisserie de Bayeux, in dem der Teppich von Bayeux ausgestellt ist, ein umfangreiches Sanierungs- und Erweiterungsprogramm. Für die Stadt in der Normandie hat diese Entscheidung gravierende Konsequenzen – ist doch die weltberühmte, denkmalgeschützte mittelalterliche Stickerei, eingetragen im internationalen Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes “Memory of the World”, einer der wichtigsten Touristenmagnete in der Region.

Vergrößerung der Ausstellungsfläche auf 3.000 Quadratmetern Gebäudefläche

Seit 40 Jahren ist das Museum im so genannten Großen Seminar untergebracht, einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 2027 soll es zur Feier des 1000. Geburtstags von Wilhelm dem Eroberer wiedereröffnet werden – schließlich ist auf dem Teppich die Eroberung Englands durch diesen normannischen Herzog dargestellt.

Die Besucher:innen erleben dann ein ganz neues Museum, das nach einem Architektenwettbewerb vom britischen Architekturbüro RSHP geplant wurde.

Dafür wird die Ausstellungsfläche durch den Bau eines neuen Gebäudes mit 3.000 m² entsprechend vergrößert.

„Hier geht es nicht nur um wirtschaftliche Fragen, sondern auch um den Denkmalschutz“

In Absprache mit den Dienststellen der Regionaldirektion Kultur (DRAC) und den Parlamenten des Departements Calvados sowie der Region Normandie hat die Stadt Bayeux als Bauherrin Cegelec Normandie Projets mit den technischen Anlagen beauftragt.

Die Business Unit von VINCI Energies hatte zuvor im Auftrag der Stadtverwaltung bereits an der Renovierung des Baron Gérard-Museums für Kunst und Geschichte (MAHB) mitgewirkt und wurde dort mit umfangreichen Aufgaben betraut: Stark- und Schwachstromversorgung, Bauwerksbeleuchtung, Gebäudeleittechnik-System (GLT), Sicherheit und Brandschutz, PV-Anlage.

Gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

„Wir sind auf Großprojekte spezialisiert, aber hier geht es nicht nur um wirtschaftliche Fragen, sondern auch um den Denkmalschutz – deshalb ist das Projekt anspruchsvoller als sonst üblich“, erläutert Mickaël Letscher, Leiter der Business Unit Cegelec Normandie Projets.

Für die Renovierung ihrer „Guten Stube“ legt die Stadt Bayeux zudem großen Wert auf die soziale Verantwortung der beteiligten Unternehmen (CSR, Corporate Social Responsibility).

Das hat Cegelec Normandie Projets berücksichtigt und technische Kompetenz, Verantwortung für die Umwelt und soziale Auswirkungen in Einklang gebracht. „In Absprache mit dem Auftraggeber setzen wir bei diesem Projekt verstärkt auf die Wiederverwendung von Bauteilen. So haben wir die vorhandenen Kabeltrassen direkt vor Ort ausgebaut und für die zukünftige Weiternutzung eingelagert, während die Stromkabel von unserer Wiederverwendungsinitiative Circable bezogen werden“, so Letscher. Neben diesem ökologischen Ansatz gibt es auch einen gesellschaftlichen Aspekt, fügt er hinzu: „Wir haben Integrationsbetriebe damit beauftragt, die Bauteile vor ihrem Einbau aufzubereiten.”

18/06/2026