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Omexom (VINCI Energies) übernimmt federführend die Sanierung von zwei Wasserkraftwerken in Mosambik

Mit etwa 10 % des weltweiten Wasserkraft-Potentials ist Afrika in diesem Bereich recht gut aufgestellt. Aber laut Africa Energy Forum werden nur 5 % dieses Potentials genutzt.

Afrika verfügt über etwa 10 % des weltweiten Wasserkraftpotentials.

Eine weitergehende Nutzung und der Ausbau dieser Energieform stoßen nämlich auf zwei Schwierigkeiten:

Zunächst kostet der Bau eines Wasserkraftwerks im Mittel 50 % mehr als ein konventionelles Gas- oder Kohlekraftwerk, und die Errichtung dauert auch deutlich länger: durchschnittlich 10 Jahre, gegenüber 4 Jahren für ein konventionelles Kraftwerk.

Außerdem sparten die afrikanischen Betreibergesellschaften als Erstes bei der Instandhaltung der Anlagen.

Genau damit beschäftigt sich Omexom (VINCI Energies) in Mosambik, wo die Marke die beiden Kraftwerke in Mavuzi und Chicamba bei Chimoio, der zweitgrößten Stadt des Landes, sanierte. Sie stehen nahe der Grenze zu Simbabwe und gehören der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft EDM.

Die Anlagen wurden 1950 bzw. 1960 gebaut und mussten unbedingt saniert werden“,erläutert Fabien Buytet, Projektleiter Omexom Hydro. Als Hauptauftragnehmer (Konsortialführer und Koordinator) einer Arge mit der norwegischen Rainpower und der französischen Hydrokarst modernisiert Omexom die Generatoren und die allgemeine Kraftwerkstechnik, die so genannte „Balance of Plant“. Dies umfasst die Netzeinspeisung der erzeugten Energie, die elektrischen und mechanischen Nebensysteme sowie die Prozessleittechnik.

95 Mio. € für 100 MW

Das Projekt hat ein Volumen von 95 Mio. Euro und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die installierte Leistung wird 100 MW betragen: 50 MW in Chicamba mit zwei Produktionsanlagen, 50 MW in Mavuzi mit fünf Anlagen. „Die Sanierung soll die Technik zuverlässiger machen“, so Buytet.

Die Kraftwerke sind direkt an einem Netzknoten gelegen und werden die Städte Chimoio und Beira versorgen, den zweitgrößten Seehafen des Landes. Mit dem Projekt „wird der staatliche Stromversorger EDM unabhängiger von Importen und kann günstig Strom erzeugen“, meldet die französische Entwicklungsagentur AFD.

24/04/2017