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© VINCI Energies

Für Unternehmen wird es immer sinnvoller, für die Nutzung eines einsatzbereiten Arbeitsbereiches zu zahlen, statt eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern zu mieten. Diese „As a Service“-Logik muss schon beim Entwurf neuer Gebäude berücksichtigt werden.

Die „Uberisierung“ der Wirtschaft zwingt Unternehmen dazu, ihre eigene Digitalisierung voranzutreiben. Das gilt nicht nur für die Modernisierung ihrer IT oder die Integration von „Big“ oder „Smart“ Data, sondern auch in Bezug auf ihre Gewohnheiten und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Es geht also weniger um eine IT- als vielmehr um eine kulturelle Revolution. Kooperation, mobiles Arbeiten, disruptive Technologien, soziale Medien, Interoperabilität, einfache Lösungen, Agilität sind die Schlagwörter dieses Paradigmenwechsels, der die Wirtschaft auch im Immobilienbereich zum Umdenken bringt.

Unternehmen wollen sich nicht mehr mit herkömmlichen Gewerbemietverträgen binden lassen und setzen stattdessen auf flexible, bedarfsgerechte Lösungen“, so David Ernest, Direktor für Innovation und Energie bei VINCI Facilities. Er fährt fort: „Sie brauchen ein bestimmtes Arbeitsumfeld für eine bestimmte Anzahl Personen über einen bestimmten Zeitraum.“ , Statt eine feste Anzahl Quadratmeter zu mieten wird es immer sinnvoller für die Nutzung eines einsatzbereiten Arbeitsbereiches zu zahlen.

Plug and Play

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Die Möglichkeit zur permanenten Ressourcenanpassung darf nicht mehr allein Start-Ups vorbehalten sein. Agilität ist nämlich eine Grundbedingung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, das genauso mühelos innovativ sein und reagieren können muss wie seine jungen Herausforderer.

Wenn also ein Unternehmen eine Fläche nicht benötigt, kann es sie „pauschal“ für einen begrenzten Zeitraum vermieten und umgekehrt“, unterstreicht Ernest. „Somit wird das Unternehmen beim Einzug in ein Gebäude zusätzliche Flächen vorsehen, diese zunächst vermieten und bei Bedarf selbst nutzen.“

Dieser modulare, evolutive Ansatz ist umso einfacher umzusetzen, als er schon von Anfang an bei der Planung berücksichtigt wurde.

Vor diesem Hintergrund plant VINCI Energies ihre Gebäude, damit darin genug Platz für alle ist“, so Arnaud Scalbert, Manager des französischen Gebäudetechnik-Netzwerks von VINCI Energies, für den die Grundbedingungen eines echten „Plug and Play“ im Servicebereich einfach umzusetzende, interoperable Lösungen sind.

Nutzungsabhängige Abrechnung

Beim „Building as a Service“ „handelt es sich für den Kunden nicht mehr darum, Quadratmeter zu mieten, sondern Dienstleistungen zu kaufen“, so Ernest weiter. „Noch vor Ende 2016 wollen wir ein Komplettservice-Angebot auf den Markt bringen“, ergänzt der Direktor für Innovation und Energie von VINCI Facilities.

VINCI Facilities hat in diesem Bereich einige Trümpfe in der Hand. Mit einem leistungsfähigen Netzwerk aus 120 Business Units übernimmt die Marke an den Standorten der Kunden bereits heute Aufgaben wie technische Instandhaltung, Empfang, Gebäudereinigung, Abfallentsorgung, Raumbelegungund Postdienste.

Die „As a Service“-Logik führt nunmehr dazu, dass sie sich mit Konzepten für gemeinschaftliche Einrichtungen beschäftigt, die nur bei Benutzung zu zahlen sind. So kann sie ihren Kunden zukünftig mehr Flexibilität bei der Raumnutzung ermöglichen, aber auch die gesamte Palette an individuellen Serviceleistungen anbieten: von der Wäschereinigung über Massagen und Reisebuchungen bis hin zur Lieferung von biologisch angebautem Obst und Gemüse.

Die „kulturelle Revolution“ im Zusammenhang mit Digitalisierung hat Auswirkungen auf unsere Art zu leben und zu arbeiten – horizontale Beziehungsstrukturen, soziale Netzwerke, Kooperationsgeist. Um junge Hochschulabsolventen zu binden, die mit ihrer ureigenen Art zu arbeiten die „Ubers“ von morgen erfinden werden, wird „Wohlbefinden“ zu einem neuen Faktor, wenn es um Personal- und Immobilienfragen geht.

Dieser Faktor wird als „Well-being“ bezeichnet und hat zu einem „Well“-Standard geführt, der auch Themen des „Building as a Service“ berührt, wie Wasser, Ernährung, Fitness, Komfort, Luft und Spirit.

04/03/2017