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Trotz Hitzewellen, Überschwemmungen und Umweltverschmutzung gelingt es einigen Metropolen, Klima, Gesundheit und Wirtschaft gleichermaßen zu schützen. Die vom World Economic Forum zitierten Beispiele London, Philadelphia, Ahmedabad und Medellín zeigen, dass zielgerichtete Maßnahmen Vorteile bringen und als Inspirationsquelle für Entscheidungsträger:innen rund um den Globus dienen können.
15/10/2026
Durch die Einrichtung der Citymaut ist es der britischen Hauptstadt London gelungen, besonders umweltschädliche Kraftfahrzeuge aus der Innenstadt zu verdrängen. Das Ergebnis: 9 % weniger notfallmäßige Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herz-Kreislaufproblemen, 10,2 % weniger Einweisungen wegen Atemwegserkrankungen. Zusätzlich ging der Krankenstand um 18,5 % zurück. Neben der Verbesserung der Luftqualität stärken diese Maßnahmen die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber Hitzewellen. Außerdem sparen sie jährlich über 37 Millionen Pfund.
Mit ihrem Programm „Green City, Clean Waters“ setzt Philadelphia (USA) auf Regengärten, bepflanzte Entwässerungsgräben und versickerungsfähige Straßenbeläge, um besser für Starkregen gewappnet zu sein. Diese Umbaumaßnahmen verringern das Überschwemmungsrisiko, senken die Temperaturen in den Staddtvierteln um bis zu 5°C, verbessern die Trinkwasser- und Luftqualität. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilien im Einzugsbereich um 10 %.
Seit 2013 implementiert Ahmedabad (Indien) einen Hitze-Aktionsplan mit kostengünstigen Maßnahmen: Reflektierende Dächer, schattige Bereiche, Trinkwasserbrunnen und SMS-Warnungen. Binnen drei Jahren ging die hitzebedingte Sterblichkeit um knapp 25 % zurück. Die Stadt zeigt damit, dass Investitionen in Prävention die Bürger:innen schützen und zudem nachhaltig Produktivität und wirtschaftliche Resilienz verbessern.
Mit ihrem Programm der „Grünen Korridore“ hat Medellín (Kolumbien) ein ausgedehntes Grünanlagennetz geschaffen, dass Straßen und Flüsse miteinander verbindet. Millionen von neuen Pflanzen senkten die Durchschnittstemperatur innerhalb von drei Jahren um 2°C, die Feinstaubbelastung um 8 % und akute Atemwegsinfektionen um mehr als 40 %. Ein konkretes Beispiel, wie die Natur zur Förderung der Volksgesundheit und der Klimaresilienz eingesetzt werden kann.