In der Bauphase ermöglicht die kombinierte Nutzung von Building Information Modeling und Augmented Reality eine bessere Vorausplanung von Änderungen, eine genauere Überwachung des Arbeitsfortschritts und so letztlich einen reibungsloseren Bauablauf.

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode zur 3D-Darstellung der Errichtung eines Gebäudes oder einer Infrastruktur, in der alle Daten der am Projekt beteiligten Gewerke (Planung, Bau und Betrieb des Gebäudes) intelligent zusammengefasst und verarbeitet werden.

Durch die kombinierte Verwendung von BIM und Augmented Reality können virtuelle Elemente in reale Bilder eingeblendet werden.

Dieses Tool kommt auf immer mehr Baustellen zum Einsatz und ermöglicht Abruf und Ergänzung von Daten in Echtzeit, um den Projektfortschritt ohne unzählige Unterlagen und Pläne verfolgen und überwachen zu können.

Heute kommen dafür auf der Baustelle meist Tablet-PCs zum Einsatz, aber mit der Augmented Reality können virtuelle Elemente und Realität übereinander geblendet werden. Dadurch kann unter anderem das Gesamtprojekt vor Ort visualisiert werden, aber auch die einzelnen Gewerke oder Materialtypen (Wände, Türen und Fenster, Ausrüstungen).

„Beim Trinity-Projekt im Pariser Geschäftsviertel La Défense haben wir beispielsweise ein Tool entwickelt, das mit Datenbrillen arbeitet. Damit überprüfen wir die Montage von Belüftungskanälen und Wasserleitungen. Außerdem konnten wir damit schon in der Rohbauphase überprüfen, ob die Wanddurchführungen für diese Netze an der richtigen Stelle und in ausreichender Größe vorgesehen worden waren“, erläutert Florian Chermeux, Planungsingenieur und BIM-Referent bei Lefort Francheteau, einer Fachfirma für Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik.

Das Unternehmen von VINCI Energies entwickelt noch weitere Anwendungen für zusätzliche Ergonomie und Effizienz: ein Programm zur Kontrolle des Baufortschritts mit der Datenbrille oder eine Sicherheitsalarm-App, mit der Risiken auf einer Baustelle gemeldet und mittels Foto oder Minivideo dokumentiert werden können.

Für den Kunden ermöglicht die eindeutige Objektreferenzierung die stringente Darstellung des Bauwerks, die Überwachung seines Energieverbrauchs und eine zuverlässige Instandhaltung“, bemerkt Pierre Blanchet, Leiter für Innovation bei VINCI Energies – Building Solutions.

Aber auch für den Projektträger sieht er Vorteile: „bessere Qualität durch genauere Daten, weniger Nacharbeiten und Planänderungen während der Bauphase und nicht zuletzt eine Optimierung der Bauzeit durch reibungslosere Abläufe.

 

15/11/2018