Zur Absicherung seiner kritischen Geschäftsabläufe beauftragte ein großer deutscher Anbieter im Bereich Logistik und B2B die Firma Axians Business Resilience mit der Ausarbeitung eines robusten Plans zur Aufrechterhaltung des Betriebs, der die Sicherstellung sämtlicher Kernaufgaben ermöglicht.
Von der Lagerverwaltung bis hin zu Vertrieb und Bestellabwicklung setzen große Logistikfirmen auf ERP* und WMS** Systeme, um den reibungslosen Warenverkehr zu gewährleisten. In einer von gegenseitigen Abhängigkeiten und Kaskadeneffekten geprägten Wertschöpfungskette kann auch die geringste Unterbrechung erhebliche betriebliche und geschäftliche Auswirkungen haben.
Aus diesem Grund beauftragte ein führender deutscher Anbieter im Logistik- und B2B-Bereich mit knapp 5.000 Mitarbeitenden die Firma Axians Business Resilience mit der Stärkung seines Plans zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs (Business Continuity Plan, BCP).
Für alle Fälle gewappnet
Robert Osten, Business Unit Manager von Axians Business Resilience, erklärt dazu: „Unternehmen kommen häufig nach einem Zwischenfall oder im Rahmen großer Transformationsprogramme auf uns zu, wenn offenbar wird, wie abhängig ihre Geschäftsprozesse von den zugrunde liegenden IT-Systemen sind.“
Die kritische Rolle dieser zentralen Systeme birgt ein großes Risiko: Fallen sie mehr als zwei Tage am Stück aus, können die sich daraus ergebenden Betriebsstörungen nicht mehr durch manuelle Notfallverfahren kompensiert werden. „Oft müssen wir uns mit versteckten oder unterbewerteten Abhängigkeiten und einer lückenhaften Prozessdokumentation auseinandersetzen“, fügt Osten hinzu.
Bessere Priorisierung durch Mapping der kritischen Abläufe
Im vorliegenden Fall führte Axians Business Resilience eine Bewertung der Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb (Business Impact Assessment, BIA) sowie eine strukturierte Risikobewertung durch, um kritische Prozesse, verfügbare Schlüsselressourcen und die maximal zulässige Systemausfalldauer zu ermitteln.
„Unsere Arbeit beginnt immer mit einer strukturierten Bestandsaufnahme, die in Absprache mit dem Management und den wichtigsten Beteiligten durchgeführt wird“, so Osten weiter. In Workshops wurde „eine gemeinsame Vision von kritischen Geschäftsabläufen und Abhängigkeiten“ erarbeitet; dann wurden „ zusammen die Prioritäten und Ziele für die Wiederaufnahme des Betriebs festgelegt“. Dieser Ansatz veranschaulicht ein grundlegendes Prinzip: Der Plan zur Wiederinbetriebnahme der IT-Systeme (Disaster Recovery Plan, DRP) muss unbedingt an den betrieblichen Prioritäten ausgerichtet sein.
IT-Systeme sind keine simplen Supportfunktionen mehr, sondern strategisch wichtige Stellhebel für Resilienz.
Die Analyse von Axians Business Resilience ergab, dass eine längere Nichtverfügbarkeit notwendigerweise die Aktivierung eines redundanten Betriebsmodells erfordert. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden hat Axians Business Resilience daher eine Lösung entwickelt, die mit vordefinierten Produktkörben arbeitet. Ursprünglich enthielt dieser Produktkorb „300 Flaggschiff-Produkte“; in der Folge wurden diese dann in Unterkategorien eingeteilt. Hauptziel war dabei, die Machbarkeit der logistischen Abläufe, die Kompatibilität der Fakturierungsprozesse und die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Kund:innen sicherzustellen.
Wenn die Logistiksysteme im Notbetrieb laufen, stellen diese Vorkehrungen sicher, dass die Kund:innen weiterhin festgelegte Warenkörbe bestellen können; gleichzeitig wird die Kontrolle über die Betriebsabläufe und deren reibungslose Abwicklung gewährleistet.
Umfassender und nachhaltiger Ansatz
Für Robert Osten geht Resilienz weit über die bloße Dokumentation von Prozessen hinaus. „Letztendlich kann die operative Resilienz nur nachgewiesen werden, indem sie mit Übungen unter Realbedingungen überprüft wird“, betont er. Aus diesem Grund umfasst der Ansatz von Axians Business Resilience auch umfassende Test- und Simulationskampagnen sowie kontinuierliche Verbesserungsschleifen.
Die von Axians implementierte Lösung deckt „alle Facetten der betrieblichen Resilienz“ ab, von der Aufrechterhaltung des Betriebs über Krisenmanagement und Kommunikationspläne bis hin zum IT Service Continuity Management (ITSCM). „Innerhalb weniger Wochen oder Monate kann man solide Grundlagen schaffen“, so Osten, „aber langfristig erfordert die Aufrechterhaltung des Betriebs „kontinuierliche Neubewertungen, Schulungsprogramme und regelmäßige Übungskampagnen.“
Das von Axians Business Resilience begleitete Logistikunternehmen sieht IT-Systeme nun nicht mehr nur als simple Supportfunktion, sondern als strategisch wichtigen Stellhebel für Resilienz. Durch eine strukturierte Analyse, enge Zusammenarbeit und die permanente Ausrichtung der Technologielösungen auf betriebliche Prioritäten kam ein robuster Plan für die Aufrechterhaltung des Betriebs zustande, der unabhängig von der Art des Zwischenfalls spezifisch auf die Gewährleistung der Liefertätigkeit ausgerichtet ist.
*Ein ERP (Enterprise Resource Planning) ist eine integrierte Managementsoftware, die alle wesentlichen Funktionen eines Unternehmens in einem einzigen, zentralen System zusammenfasst.
**Ein Warehouse Management System (WMS) ist eine Fachanwendung für Lager- und Warenmanagement.
10/09/2026