Die Lösung SCHEMIRA wurde in Schweden von Actemium Energy AI entwickelt und automatisiert die Analyse und Bearbeitung komplexer Schaltpläne. Die innovative Lösung ist nunmehr im gesamten Actemium-Netzwerk verfügbar und verwandelt eine vormals zeitintensive Aufgabe in einen Prozess mit hohem Mehrwert. Ein konkretes Beispiel für den KI-Einsatz im Industrieengineering.

SCHEMIRA wurde in Schweden von der VINCI Energies-Tochter Actemium Energy AI entwickelt und ist eine innovative KI-Lösung zur automatisierten Bearbeitung von Schaltplänen. Sie deckt einen konkreten Bedarf aus der Praxis und verwandelt komplexe Schaltpläne in zuverlässige, strukturierte und direkt mit Engineering-Tools verwertbare Daten.
SCHEMIRA beruht auf einem vierstufigen Prozess: die Pläne werden zunächst hochgeladen, dann werden Symbole, Texte und Verbindungen nach Kundenstandard automatisch erkannt; als drittes erfolgt die Überprüfung der extrahierten Daten direkt in der Benutzeroberfläche. Schließlich werden die benötigten Daten ausgewählt und in nachgelagerte Tools exportiert.
Dieses Verfahren entlastet die Fachteams von langwierigen, eintönigen Aufgaben – stattdessen können sie sich auf technische Fragestellungen konzentrieren und das Projekt vorantreiben.
Deutliche Personalentlastung
Ausgangspunkt für das Projekt war eine recht simple Feststellung bei Actemium in den Niederlanden. „SCHEMIRA sorgte für eine deutliche Personalentlastung – mir war klar, dass die Anwendung für unser Unternehmen zu großen Verbesserungen führen würde“, erläutert Robert Gieben, Leiter der Business Unit Actemium AES Veghel. Jahrelang aktualisierten Ingenieur:innen ihre Schaltpläne per Hand: Sie wurden ausgedruckt und annotiert, die Änderungen wurden dann in Tabellenkalkulationsprogramme eingetragen. Eine zeitaufwändige und fehlerträchtige Methode.
„Eine intelligente, intuitive und effiziente Lösung.”
Deshalb wandten sich die niederländischen Teams an ihre schwedischen Kolleg:innen. „Actemium Energy AI in Schweden verfügt über fundiertes Know-how in Sachen Softwareentwicklung. Daher baten wir die dortigen Kolleg:innen, unseren Workflow zu automatisieren“, so Gieben weiter. Auf Initiative von Marie Kurtin, BU-Leiterin von Actemium Energy AI, und Leon Löwered, Leiter Innovation und Technik bei Actemium Energy AI, wurde ein Projektteam zusammengestellt.
Individuell parametrierbare Lösung
„Die Entwicklung der Basislösung dauerte etwa anderthalb Jahre, seit 2025 ist sie in Betrieb“, so Löwered. Neben der Zeitersparnis unterstreicht er den Mehrwert von SCHEMIRA bei der Qualitätskontrolle: „SCHEMIRA verkürzt nicht nur die Bearbeitungszeit, sondern dient auch zur Qualitätskontrolle, insbesondere wenn stressbedingt das Fehlerrisiko zunimmt.”
Auf Grundlage einer Pay-per-Use-Abrechnung steht die Lösung dem gesamten BU-Netzwerk von Actemium, der Industriemarke von VINCI Energies, zur Verfügung. Für die Business Units fallen keinerlei Einstiegsinvestitionen an. „Das erleichtert den Einsatz der Software, denn die Kosten können genauso wie für jedes andere Projekttool verschrieben werden“, erläutert Marie Kurtin und weist außerdem auf die vollständige Parametrierbarkeit der Lösung hin. „Wir glauben nicht an Standardlösungen: Das System muss sich den Nutzer:innen anpassen und nicht umgekehrt.”
Heute wird SCHEMIRA von immer mehr Actemium-Teams eingesetzt. „Es ist kein mit Funktionen überfrachtetes Tool, sondern eine intelligente, intuitive und effiziente Lösung“, so Gieben abschließend.
10/09/2026