Als eine Art virtueller „Gebäudezwilling“ können am BIM gemeinsam alle Einrichtungsszenarien ausprobiert und festgelegt werden. Das gilt im Entwurfsstadium genauso wie bei Bau, Nutzung und Bewirtschaftung.

mmer mehr Ingenieurbüros und Architekten nutzen ein digitales Gebäudemodell. Schließlich bietet es wertvolle Möglichkeiten zum Entwurf von Dienstleistungsgebäuden. Diese 3D-Darstellung des Gebäudes enthält eine Vielzahl von statischen (physische Infrastrukturen und Ausrüstungen) und dynamischen Informationen (Daten von Sensoren, Zählern und vernetzten Objekten) und ermöglicht es so allen Projektbeteiligten (Kunde, Facility Manager, Innenarchitekt, Betreiber), gemeinsam und sehr präzise daran zu arbeiten.

Hilfe bei der Raumgestaltung und -optimierung

Das BIM ist auf die Bewirtschaftung abgestimmt, kann aber auch zur Optimierung der Arbeitsbereiche eingesetzt werden: Besserer Ressourceneinsatz, optimalere Nutzung der Besprechungsräume, teilweise Neueinrichtung usw. Wie das funktioniert? Durch die Simulation von Szenarien (Innenausbau, Umzug von Büros, Erneuerung der Ausstattung) werden Machbarkeit, Kosten und Auswirkungen auf den Gebäudebetrieb geprüft.

„Dank eines digitalen Gebäudemodells konnten wir am Thales-Standort in Vélizy-Villacoublay nahe Paris bei der Gestaltung des Empfangsbereichs gleichzeitig Technik, Service und Raumnutzung berücksichtigen. Beispielsweise haben wir für verschiedene Besucherkategorien jeweils eigene Nutzerparcours konzipiert“, erläutert Mathieu Rigaud, Projektleiter BIM bei VINCI Facilities.

Der Industriekonzern ist von dem Ansatz überzeugt und griff deshalb zusätzlich auf eine Virtual Reality-Lösung zurück, um Ausbau- und Serviceszenarien rund um seinen Empfangsbereich zu testen und festzulegen.

 

19/03/2018