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Das südwestfranzösische Departement Aveyron hat ein ehrgeiziges Projekt zur Neueröffnung, Sanierung und Umgestaltung des architektonisch vielschichtigen Bauwerks gestartet. Die Business Unit Cegelec Rodez Electricité wurde mit den Elektroinstallationen beauftragt.

Zur Bewahrung und Aufwertung des historischen Erbes hat das Departement Aveyron die Sanierung und Renovierung des Bischofspalastes im Stadtzentrum von Rodez angestoßen. Er soll zu einem der größten Besuchermagnete in der Region werden.

Nach dem Wegzug des Bischofs und dem Scheitern eines Luxushotel-Projekts ist das geschichtsträchtige Gemäuer bereits seit Jahren nicht mehr öffentlich zugänglich. Das Departement als Eigentümer möchte es nun renovieren und ihm gleichzeitig eine neue Bestimmung geben. Ein riesiges Projekt, genauso wie der architektonisch vielschichtige Standort mit 4.000 m2 Gebäudefläche, einem 6000 m2 großen Park und einem 1000 m2 messenden Innenhof.

Raum für das Departementsmuseum, Gastronomie und Tourismus

2025 startete die Gebietskörperschaft eine Ausschreibung für die Einrichtung eines Departementsmuseums, eines Architekturrundgangs, einer Gastronomiemeile sowie Flächen für innovative regionale Projekte (altersgerechtes Wohnen, gesunde Ernährung usw.). In dem Palast wird zudem das Referat für Wirtschafts- und Tourismusförderung des Departements einziehen.

Die teilweise unter Denkmalschutz stehenden Salons mit ihrer Inneneinrichtung aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert sollen für Besichtigungen, Empfänge und Seminare zur Verfügung stehen.  Ein neuer, zeitgenössischer Raum bietet einen weiten Blick über Rodez und seine Kathedrale, die Umgebung und die Hügel des Aubrac. Wandverkleidungen, Dächer, Fassaden und die Außenanlagen werden umfangreich restauriert. Gesamtkosten: 21 Mio. €. Anfang 2028 soll der Palast seine Tore öffnen.

„Aufgrund des Denkmalschutzes sind die Elektroarbeiten besonders komplex.”

„Die Baumaßnahme begann im Februar 2026 und wird Ende 2027 abgeschlossen. Aufgrund des Denkmalschutzes sind die Elektroarbeiten besonders komplex“, erläutert Alexandre Carlut, Projektleiter Dienstleistungs- und Industriegebäude bei Cegelec Rodez Electricité, die mit den Elektroinstallationen beauftragte BU von VINCI Energies.

40 km Kabel, 944 Leuchtstellen

Auf der Starkstromseite  müssen Funktions-, Objekt- und Bauwerksbeleuchtung installiert werden. „Wir arbeiten eng mit einer Pariser Fachfirma für Museumsbeleuchtung zusammen“, erläutert Carlut.

In Sachen Schwachstromtechnik stattet Cegelec den Palast mit sämtlichen Anlagen aus, um den Publikumsverkehr so komfortabel und sicher wie möglich zu gestalten: IT-Netzwerke, Brandschutz, Einbruchmeldung, Gebäudeleittechnik (GLT) mit zentraler Leitwarte.

„Für uns ist das ein Großprojekt. Wir haben ständig drei Techniker:innen vor Ort, die Betreuung übernehmen drei Führungskräfte. Insgesamt montieren wir in zwei Jahren Bauzeit etwa 40 km Kabel, 900 m Beleuchtungsschienen und 944 Leuchtstellen“, erläutert der Projektleiter.

Auflagen und Überraschungen

Bestickte Wandbehänge in einem Raum, Steinfliesen in einem anderen, denkmalgeschütztes Parkett, Gewölbekeller im Untergeschoss… Jeder Gebäudeteil kommt mit eigenen Auflagen und birgt bisweilen auch Überraschungen.

„Insbesondere die Kabeldurchführungen müssen wir lange im Voraus und in Absprache mit den Architekt:innen planen. Alles muss vorab genau festgelegt und ausgemessen werden, damit wir nicht an der falschen Stelle bohren“, so der Projektleiter weiter.

Die Ausschreibung umfasst 25 Lose. Daraus ergibt sich eine weitere Schwierigkeit auf der Baustelle: Vor Ort sind gleichzeitig zahlreiche Gewerke an unterschiedlichsten Stellen und oft unter sehr beengten Verhältnissen tätig. „Der Palast hat mehrere Flügel, jeder sieht anders aus, hat andere Räumlichkeiten, andere Baustoffe. Es wurde vereinbart, dass die einzelnen Flügel nicht gleichzeitig, sondern nacheinander renoviert werden. Das verlängert die Bauzeit vielleicht ein wenig, garantiert aber maximale Vorsichtsmaßnahmen“, unterstreicht Carlut.

18/06/2026