Zwei BUs von VINCI Energies haben bei einem Industriekunden in der Schweiz ein Gerät zur Lasermarkierung von Bohrlöchern auf Bauwerken implementiert, das für mehr Qualität und Sicherheit sorgt.

Bis vor kurzem mussten  auf Baustellen Bohrlöcher zur Montage von Kabeltrassen oder elektrischen Geräten noch mit der Hand ausgemessen werden. Dafür übertrugen die Mitarbeiter händisch die Maße von gedruckten Plänen auf die Wände und Decken.

Dieses althergebrachte Verfahren hatte aber Nachteile. Die Übertragung von Hand war eine potentielle Fehlerquelle, und insbesondere bei Arbeiten in der Höhe ging die Arbeit mit dem Zollstock mit gewissen Risiken für die Mitarbeiter einher.

„Der Laser sorgt für mehr Arbeitssicherheit und größere Präzision“

Durch die Einführung einer neuen Technologie, eine Kombination aus digitalem Modell und Lasertechnik, wurde diese Arbeitsweise modernisiert.

Der Laser macht die Arbeit nicht nur sicherer, sondern auch präziser“, erläutert Philippe Kohli von Actemium Schweiz (VINCI Energies), der das System in der Elektroplanung implementiert hat.

In Zusammenarbeit mit Etavis, stützte sich Actemium (VINCI Energies) bei der Planung und testweisen Umsetzung der lasergestützten Montage in einem neuen Industriegebäude auf das eigene Know-how in Sachen BIM. „Ziel war es“, so Kohli, „die Effizienz und Qualität dieser Tätigkeiten zu verbessern.“ Nach dem Test des Lasertools haben beide Unternehmen beschlossen, die Technologie bei dem Projekt einzusetzen. Etavis bildete die Techniker aus und installierte die erforderlichen Anwendungen, um den Laser mit den digitalen Anzeigetools von Actemium zu vernetzen.

Best of BIM

Auf der Baustelle wurde ein Laserkopf auf einem Stativ montiert. Der Laser wird von einem Tablet-PC gesteuert, auf dem das digitale Modell des Bauwerks gespeichert ist. Die im digitalen Bild des Bauteils definierten Markierungspunkte werden über die Schnittstelle an den Laser übertragen.  Der Laserstrahl markiert dann sehr genau die Zielpunkte auf der Wand oder Decke. Für jeden Raum werden zuvor mit dem Laser Kalibrierungspunkte definiert.

Um den Laser im Raum zu referenzieren, werden drei Punkte benötigt. Er kann dann Abweichungen zwischen Modell und Bauwerk ermitteln und automatisch korrigieren.

Höhere Präzision, aber auch Zeitgewinn: alle identischen Bauteile aus dem digitalen Modell erhalten automatisch dieselben Markierungspunkte. Es ist nicht mehr erforderlich, von Hand sämtliche Bohrlöcher im Modell festzulegen. Dank dieser Kombination aus Lasertechnik und BIM „gehören falsch angezeichnete Bohrlöcher der Vergangenheit an“, freut sich Kohli.

10/09/2020