© Knaupe

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Eine Umstellung der Förderung von Windkraft hat den Windparkbau in Deutschland nicht gebremst. Im Gegenteil! 2016 wurden 1600 neue Windräder installiert, knapp unter dem bisherigen Rekord. Bis 2019 werden weitere 2000 hinzukommen.

In Deutschland läuft das Windkraftprogramm weiter auf vollen Touren. Die Pipeline bis 2019, so gab Energie-Staatssekretär Rainer Baake auf der Messe in Essen bekannt, umfasst weitere 2000 Windräder mit 8500 Megawatt Leistung.

Die Pipeline für die beiden kommenden Jahre umfasst weitere 2000 Windräder mit 8500 Megawatt Leistung.

Für 2017 beträgt der Zubau voraussichtlich 5000 Megawatt auf Basis der im Vorjahr erteilten Projektgenehmigungen, für die noch der Vorteil fester staatlicher Fördersätze besteht.

Das durch das neue EEG 2016 geänderte Fördersystem setzt jetzt mehr auf Wettbewerb unter den Energieversorgern. Die voraussichtlich 3000 – 3500 MW für 2018 entsprechen zu einem Großteil den ersten drei Ausschreibungen, mit denen in diesem Jahr das neue Windkraftprojektregime eingeläutet wird.

46.000 Megawatt installierte Leistung

Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. 1. 2017 erklärt zum Teil den 2016 erfolgten Zubau von 1624 Windgeneratoren mit 4625 MW installierter Leistung, knapp unter dem Rekord von 2014 mit 4750 Megawatt. Die Betreiber haben das alte Förderregime bis zur letzten Minute genutzt, denn bis zum 31. 12. 2016 erfolgte noch die behördliche Genehmigung für den Bau von insgesamt 2053 Windrädern. Ende 2016 bezog Deutschland 46.000 Megawatt Leistung aus Windkraft und konnte damit 11% des landesweiten Bruttostromverbrauchs decken.

Auf erneuerbare Energie – darunter Windkraft – als tragende Säule der Energiewende entfallen heute 33% Anteil am Energiemix. Dieser Anteil soll nach dem Zeitplan der Bundesregierung bis 2025 auf 40-45% und bis 2035 auf 55-60% gesteigert werden. Allein vom Ausbau der Windkraft her betrachtet ein durchaus erreichbares Ziel.

 

03/07/2017