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Die Sanierung historischer Gebäude in einzigartiger Umgebung erfordert fundierte Sachkenntnis und große Flexibilität. Wir stellen die Projekte „Villa Morillon“ in der Schweiz und „Domaine d’Harcourt“ in Frankreich vor.

©markusbeyeler

Für die Sanierung und Modernisierung von historischen Bestandsgebäuden gelten ganz besondere Anforderungen. Weil es sich um Baudenkmäler handelt, besteht keinerlei Fehlertoleranz bei Planung und Ausführung. Das gilt auch bei sehr ambitionierten Projekten.

In der Villa Morillon, einem 1832 bei Köniz im Kanton Bern errichteten Meisterwerk des Schweizer Neoklassizismus, entstanden im Zuge eines derartigen Umbaus Räume für kulturelle Veranstaltungen und Büroflächen. Ein umfangreiches Projekt, bei dem die ETAVIS Bern-Mittelland AG die Elektroinstallationen übernahm: Licht- und Steckdosenstromkreise, Anschluss der Kronleuchter, Heizung, Klima, Lüftung, Überwachungstechnik, Außenbeleuchtung, Niederspannungsanlagen, Brand- und Einbruchmeldesystem sowie die Verlegung von Glasfasern.

Null Fehlertoleranz bei Baudenkmälern

„Verkabelung und Anschlüsse erforderten ein großes Engagement unserer Mitarbeitenden, da Fassade, Holzverkleidungen und Putz nicht verändert werden durften“, sagt Michael Zurbuchen, Leiter Administration und Betrieb bei ETAVIS.

Immersiver Nachtparcours

Im zur Normandie gehörenden französischen Departement Eure bekam die mittelalterliche Burganlage „Domaine d’Harcourt“ eine neue Attraktion. Die Mitarbeitenden der Business Unit Lesens Électricité übernahmen die Installation der technischen Anlagen für „Arbora Lumina“, einen gut ein Kilometer langen Nachtparcours rund um die Burganlage. Dabei war ebenfalls viel Fingerspitzengefühl gefragt.  Die Touristenattraktion besteht aus neun Licht- und Toninstallationen und soll die mittelalterlichen Gebäude sowie den in Frankreich einzigartigen Landschaftspark aufwerten.

„Moderne Licht-, Audio- und Videotechnik bietet den Besucher:innen ein immersives Erlebnis. Allerdings hatten wir nur drei Monate Zeit für die Verlegung aller Stromnetze. Zusätzlich montierten wir das Videoüberwachungssystem zur Sicherung des Standorts sowie Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge“, erläutert Pierre-Adrien Cosme, BU-Leiter Lesens Electricité.

Die Domaine d’Harcourt ist die drittgrößte kostenpflichtige Sehenswürdigkeit im Departement Eure, das gleichzeitig auch deren Eigentümer ist. Der Departementsrat geht davon aus, dass durch den neuen Nachtparcours die Besucherzahlen von derzeit 30.000 pro Jahr auf 130.000 im Jahr 2027 ansteigen werden.

18/06/2026