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Den in der Sonne ablaufenden natürlichen Prozess der Kernfusion im industriellen Maßstab auf der Erde nutzbar machen – so lautet die Herausforderung, der sich das französische staatliche Forschungszentrum CNRS, das Kommissariat für Atomenergie CEA und das Start-up GenF mit dem Projekt Taranis stellen. Kernfusion bietet große Vorteile: Zum einen produziert sie viermal so viel Energie wie die Kernspaltung, zum anderen entsteht kein CO2 und nur wenig Abfall. Grundlage ist die Verschmelzung eines Deuterium-Atoms mit einem Tritium-Atom, zwei auf der Erde sehr häufig vorkommende Wasserstoffisotope. Das Problem: Beide Atome sind positiv geladen und stoßen sich daher ab. Um diese elektrostatische Abstoßung zu überwinden und die beiden Atome miteinander zu verschmelzen, müssen Temperaturen in der Größenordnung von 100 Millionen Grad Celsius erzeugt und aufrechterhalten werden. Genau das ist das Ziel des Taranis-Projekts: Einen Demonstrator für einen Kernfusionsreaktor mit Trägheitseinschluss zu bauen, der mehr Fusionsenergie erzeugt als die zum Erreichen dieser extremen Temperaturen aufgewandte Energiemenge. Der erste Strom soll 2040 erzeugt werden; die Skalierung wird für 2050 angepeilt.

10/09/2026

Weitere Infos:
cnrs.fr

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