In Schottland hat Omexom UK für Zenobē eines der bisher größten britischen Batteriespeichersysteme gebaut. Das BESS von Kilmarnock-Süd trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes sowie zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei und unterstützt die massive Einspeisung von Ökostrom.

©Cyrille Dupont – The Pulses
Batteriespeicher sind wesentlicher Bestandteil moderner Stromnetze und flankieren die Energiewende. Das Batteriespeichersystem (Battery Energy Storage System, BESS) von Kilmarnock-Süd ist ein Beispiel dafür. Es wurde von Omexom UK im Auftrag von Zenobē geplant und gebaut, einem führenden Entwickler und Betreiber derartiger Anlagen.
Während sich das Land zur Erreichung der Klimaneutralität verpflichtet hat, erfordert der massive Ausbau erneuerbarer Energien ein flexibleres Netz. Batterien ermöglichen die Speicherung überschüssigen Windstroms in nachfrageschwachen Zeiten. Sinkt die Produktion, kann dieser Strom dann ins Netz eingespeist werden. So werden Angebot und Nachfrage in Echtzeit ausgeglichen – ein entscheidender Faktor für die Stabilität der britischen Energieversorgung.
Das BESS von Kilmarnock-Süd hat eine Leistung von 300 MW und eine Kapazität von 600 MWh. Damit ist es eines der größten Systeme dieser Art im Vereinigten Königreich. In den ersten 15 Betriebsjahren trägt es zur Vermeidung von etwa 3,4 Mio. Tonnen CO2 bei. Es ist über ein 400 kV-Umspannwerk von Scottish Power in das Netz eingebunden und spielt eine strategische Rolle bei der Optimierung der Übertragung schottischen Ökostroms in die verbrauchsstärksten Regionen Englands.
Großes Engineering-Projekt
Omexom UK fungiert bei dem Projekt als Hauptauftragnehmer und Objektplaner. „Wir wurden mit der Planung, Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme des in das landesweite Netz eingebundenen Systems beauftragt“, erläutert José Ignacio Garcia Sáenz, Leiter der BU Omexom UK Renewables Scotland. Die Business Unit ist zuständig für den Tiefbau, die Richtbohrarbeiten, die Verkabelung und die Elektroinstallation der BESS-Anlage und des 400 kV-Umspannwerks auf Kundenseite.
„Wir wurden mit der Planung, Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme des in das landesweite Netz eingebundenen Systems beauftragt.”
Es mussten zahlreiche technische Herausforderungen bewältigt werden. „Darunter die Erdbauarbeiten im Winter, das Management unvorhergesehener Ereignisse vor Ort und die Koordination mit den zahlreichen Projektbeteiligten“, so Garcia Sáenz. Trotz eines ehrgeizigen Zeitplans und hoher Umweltauflagen haben die Teams ganze Arbeit geleistet. Der gesamte Aushub wurde von Omexom wiederverwendet, um ein lokales Habitat zu schaffen und so für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.
Nachhaltiges Engagement
Nach der Montage übernimmt Omexom nun den langfristigen Service und die Maintenance. „Der Vertrag umfasst die vorbeugende und die ausfallorientierte Instandhaltung. Er läuft zunächst fünf Jahre, kann aber bis auf 15 Jahre verlängert werden“, erläutert Garcia Sáenz. Diese langfristige Betreuung gewährleistet die dauerhafte Leistung der Anlage und die Netzsicherheit in den nächsten Jahrzehnten.
Sie ist seit Dezember 2025 in Betrieb und soll etwa vierzig Jahre lang laufen. Der Wartungsbedarf ist dabei gering. Das System trägt zur Resilienz des britischen Stromnetzes bei und ermöglicht die Einspeisung von Ökostrom im großen Maßstab.
20/05/2026