Die berühmte nördliche Danvikbrücke überspannt seit einem Jahrhundert den Stockholmer Danvik-Kanal. Nun wird sie mit Unterstützung von Actemium grundhaft saniert. Ziel ist die Renovierung und Modernisierung des hundert Jahre alten Bauwerks unter Wahrung von architektonischer Identität und kulturellem Erbe.

Die Danviksbron wurde in den 1920er Jahren erbaut. Die Klappbrücke verbindet das Stockholmer Stadtviertel Södermalm mit der Gemeinde Nacka. Ihr beeindruckendes, hängendes Gegengewicht aus Beton – damals ein revolutionäres Hebesystem und europaweit als eines der letzten noch in Betrieb – prägt ihre unverwechselbare Silhouette. Sie ist ein Wahrzeichen der Stockholmer Industriekultur und wesentlicher Bestandteil der städtischen Bausubstanz.
Nach über einem Jahrhundert im Dienst war nun eine grundhafte Sanierung notwendig, um die alte Dame an moderne Sicherheitsauflagen und gestiegene Anforderungen des Straßen-, Bahn- und Schiffsverkehrs anzupassen. Die schwedische Hoch- und Tiefbaufirma Peab als Hauptauftragnehmerin betraute Actemium mit verschiedenen technischen Dienstleistungen.
Im Rahmen des Projekts werden große Abschnitte der Brücke ersetzt, insbesondere die Beton- und Stahlkonstruktion, aber auch die elektrischen Anlagen. Die Busspur wird für einen reibungsloseren Verkehrsfluss ausgelegt, und das Regenwassermanagementsystem aktuellen Nachhaltigkeitsstandards angepasst.
Ein Wahrzeichen der Stockholmer Industriekultur und der städtischen Bausubstanz
Actemium liefert die neuen Steuerungssysteme, Überwachungskameras und die Stromversorgung, um jederzeit einen zuverlässigen Betrieb der Brücke sicherzustellen – ob im geschlossenen Zustand oder wenn sie geöffnet wird, um Schiffe passieren zu lassen. Eine der größten Herausforderungen dieses Projekts ist die Modernisierung des geschichtsträchtigen Bauwerks, ohne dessen Ästhetik zu verändern.
„Nach dem erfolgreichen Projekt der Brücke in Vänersborg waren wir begeistert, als uns Peab mit einem vergleichbaren Vorhaben in Stockholm beauftragte. Wir freuen uns darauf, unser Know-how in Sachen Elektrotechnik, Elektroinstallationen sowie Steuerungs- und Überwachungssysteme für die Modernisierung der historischen Danvik-Brücke einsetzen zu dürfen“, erläutert Peter Granlund, Projektmanager bei Actemium.
Die Sanierung soll Ende 2026 abgeschlossen sein und kommt sämtlichen Nutzer:innen zugute, ob auf der Straße, der Schiene oder auf dem Wasser. Busse profitieren dann von einer sanierten Fahrbahndecke und breiteren Fahrspuren, Züge von einer stabileren, abgesicherten Infrastruktur, während es für die Schiffe weniger Sperrungen aufgrund von Reparaturen und Wartungsarbeiten geben soll.
Parallel dazu modernisiert Actemium die südliche Danvikbrücke, die Anfang der 1950er Jahre gebaut wurde, um den zunehmenden Straßen- und Schienenverkehr in Richtung Nacka und Värmdö aufzunehmen. Durch die Arbeiten soll die Verfügbarkeit beider Bauwerke optimiert werden – schließlich liegen sie auf einer Hauptverkehrsachse zwischen der Stockholmer Innenstadt und den östlichen Vororten.
16/04/2026