Gemeinsam mit dem Hochschulverbund ParisTech möchte VINCI die Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie intensivieren und so für mehr operative Anwendungen sorgen. Dies ist die Rolle des Umweltforschungslabors, das die Arbeit des Lehrstuhls für ökologische Planung fortführt.

Seit Ende Januar 2020 ist das Umweltforschungslabor „Lab Recherche Environnement“ an die Stelle des vom VINCI-Konzern gemeinsam mit ParisTech ins Leben gerufenen Lehrstuhls für ökologische Planung getreten. Der Lehrstuhl wurde 2008 im Rahmen einer Sponsoring-Initiative gegründet, um die Forschung im Bereich umweltfreundliche Gebäude und Infrastrukturen zu fördern. Die Bilanz ist äußerst positiv: etwa dreißig Forschungsprojekte im Rahmen von Doktorarbeiten, 150 wissenschaftliche Veröffentlichungen, über 2500 aktive „Pleiades“-Lizenzen sowie eine von MINES ParisTech entwickelte Simulationssoftware für den Energieverbrauch von Gebäuden, die von Ingenieurbüros und Architekten eingesetzt wird.

„Mehr Berührungspunkte zwischen der Forschung und den Geschäftsfeldern von VINCI schaffen.“

Im Rahmen der Gründung des Umweltforschungslabors möchte VINCI die Partnerschaft mit den drei Hochschulen von ParisTech weiter ausbauen: MINES ParisTech zur Energieeffizienz von Gebäuden und zur Analyse des Lebenszyklus von Stadtvierteln, die Ecole des Ponts ParisTech zur nachhaltigen Mobilität und AgroParisTech zur biologischen Vielfalt.

Wir wollen noch mehr Berührungspunkte zwischen der Forschung und den Geschäftsfeldern unseres Konzerns schaffen, um den ökologischen Selbstverpflichtungen von VINCI nachzukommen“, erläutert Maxime Trocmé, Leiter für Implementierung von FuE Contracting bei VINCI.

Die Leitlinie für diesen anwendungsorientierten Ansatz ist eine auf fünf Jahre angelegte Roadmap, die von Forschern der ParisTech und Fachleuten aus den Geschäftsfeldern von VINCI entwickelt wurde. Sie zielt auf drei Themenschwerpunkte ab: Begrenzung der Umweltauswirkungen von Gebäuden und Stadtvierteln bei gleichzeitiger Kostenkontrolle; Einbindung einer ökologischen Komponente in die Digitalisierung der Berufswelt, unter anderem durch die Energiesimulation im Rahmen des BIM (Building Information Modeling); Verbesserung von Wohlbefinden, Komfort und Gesundheit der Nutzer, zum Beispiel durch die Verringerung städtischer Wärmeinseln.

 

Breite Unterstützung

Die Geschäftsfelder von VINCI können überdies Vorschläge für Forschungsthemen einreichen. So werden derzeit auf Initiative von VINCI Energies die Arbeitsabläufe in technischen Gewerken analysiert, um deren Kohlenstoffausstoß zu verringern. Gleiches gilt für VINCI Construction, wo im Rahmen des Umwelt-Engineering-Programms Equo Vivo sanfte Methoden zur Bekämpfung invasiver Arten angeboten werden.

Das Umweltforschungslabor ist mit großem Engagement an den Start gegangen, und dementsprechend wünscht sich VINCI eine möglichst breite, insbesondere interne Unterstützung für die angelaufenen Projekte.

Jedes Jahr sind etwa 50 Konzernmitarbeitende in die Forschungsprogramme eingebunden. Darüber hinaus wollen wir die drei Jahreskonferenzen zu diesem Thema mit bisher etwa 500 Teilnehmenden stärker bewerben. Dies gilt ebenso für die ‚Université du Lab‘, deren nächste Ausgabe, dieses Mal zum Thema Digitalisierung, am 10.11.2020 stattfindet“, erläutert Trocmé.

Außerdem kündigt er weitere Lab-Workshops an, die sich mit Forschungsthemen und deren praktischen Anwendungen befassen und so bei VINCI für mehr grüne Business Opportunities und Lösungen sorgen sollen. Der erste Workshop zur urbanen Landwirtschaft fand am 01.07.2020 in der Hochschule AgroParisTech statt.

15/10/2020